Musterung bundesheer untauglich

Zurück auf der Bühne ist die Idee, die Wehrpflichtkriterien als Gegenmittel gegen die schrumpfende Zahl von Wehrpflichtigen und Gemeindedienern zu lockern. Diese sind aufgrund niedrigerer Geburtenraten und etwas höherer Geburtenraten der Wehrunfähigen zurückgegangen. Bereits im April dieses Jahres debattiert, hat das plötzliche Ende der ehemaligen ÖVP/FPÖ-Regierung diese Beratungen vorzeitig beendet. Was die ÖVP jetzt vorschlägt, ähnelt einem Teil des Schweizer Modells: “Ohne Vorbehalt passende” Rekruten kämen für die meisten Stellen in der Bundeswehr und/oder im Gemeindedienst in Frage, während diejenigen mit Einschränkungen als Köche, Angestellte und andere hintere Aufgaben eingesetzt würden. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die derzeitige Übergangsregierung die Debatte mit nach denkt, wenn sie ihr Plädoyer für das Management und nicht für die Reform berücksichtigt. Als Reaktion auf die sinkende Zahl von Wehrpflichtigen denkt die Koalitionsregierung laut darüber nach, die Wehrpflichtkriterien zu lockern und die bestehenden Kategorien “fit” und “unfit” um die dritte Option “fit for limited service” zu ergänzen. Kunasek hat angekündigt, dass eine MoD-Taskforce derzeit über diese Idee berät und ihre Ergebnisse bis zum Sommer vorlegen wird. Einmalige Finanzierung von Lkw >>> Bundesheer nimmt an EUBG 2020-2 teil >>> Debatte über Wehrpflichtkriterien überholung Österreich nimmt an der EU-Battlegroup 2020-2 mit einem 600 Mann starken Kampfdienst-Unterstützungsbataillon teil; die dritte Teilnahme nach 2012 und 2016. Das Bataillon besteht nicht aus einer stehenden Einheit, sondern aus kleineren Elementen aus ganz Österreich. Mit Wirkung zum 1. April hat das Bundesheer eine neue Struktur angenommen: Die unglückliche LV 21.1-Reform wurde so gut wie zurückgerollt und die Luft- und Bodentruppenkommandos machten Platz für ein einheitliches Oberkommando, angeführt von einem Drei-Sterne-Kommando, um das Kommando zu zentralisieren. Das Bundesheer erhält 27,5 Mio.

EUR für die Anschaffung von rund 100 Lkw. Diese spezielle, einmalige Finanzspritze war von der Vorgängerregierung geplant, um mangelnden Mobilität entgegenzuwirken, und ändert nichts am aktuellen Haushalt. Das Bundesheer muss noch einen Weg finden, in diesem Jahr 47 Millionen Euro einzusparen. Das Ausmaß dieser Veränderung bleibt abzuwarten; Anstatt eine entscheidende Änderung zu sein, könnte die Reform besser als Teil des allgemeinen Reformzustands verstanden werden, in dem sich das Bundesheer befindet, da die incumbanten Verteidigungsminister die von ihrem Vorgänger einberufenen Reformen umkehren und ersetzen. Die meisten der in dem Papier genannten Hauptbedrohungen für Österreich sind nichtkonventionelle (und nicht immer primär militärische) Natur. Das Papier klassifiziert Bedrohungen nach ihrer Wahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf Österreich: Höchstwahrscheinlich und schädlich wäre ein rascher Klimawandel, eine Konfrontation zwischen Russland und Europa, eine Verletzung der Neutralität, Ereignisse mit großen Schäden, Stromausfälle, Cyberangriffe und eine schwache UNO.